

Diese Runde ist die große, anspruchsvollere Schliersee-Wanderung. Sie beginnt am Wanderparkplatz Neuhaus und führt zunächst spürbar bergauf. Dürnbach-Kapelle, Westerberg-Höhenweg und Krainsbergkogel geben dem ersten Teil seinen Charakter: Wald, schmalere Wege, Anstieg und schließlich der Blick hinunter auf den Schliersee.
Danach verändert sich die Tour. Bachquerung, Linde von Breitenbach und St. Martin in Westenhofen bringen ruhigere Abschnitte und kleine Wegpunkte hinein, bevor die Bänke mit Blick auf den Schliersee noch einmal einen starken Pausenplatz setzen. Diese Wanderung ist kein kurzer Spaziergang, sondern ein ausgedehnter Rundweg mit Kondition, Aussicht und viel Landschaft.
Der Start am Wanderparkplatz Neuhaus führt schnell in den ersten Anstieg. Es gibt kein langes Warmwerden, sondern direkt einen Weg, der zeigt, dass diese Runde mehr Kondition verlangt als eine klassische Seerunde. Gerade deshalb ist ein ruhiger Anfang wichtig. Wer hier sein Tempo findet, hat für den weiteren Verlauf deutlich mehr Freude an der Tour.
Die Dürnbach-Kapelle liegt genau richtig im ersten Teil der Wanderung. Der Anstieg ist schon spürbar, aber die Tour hat sich noch nicht vollständig geöffnet. Ein kurzer Halt passt hier gut, um durchzuatmen und den Weg bewusst fortzusetzen. Die Kapelle gibt dem Auftakt einen stillen, klaren Zwischenpunkt.
Auf dem Westerberg-Höhenweg bekommt die Tour mehr Bergcharakter. Der Weg wird stellenweise schmaler und fordert mehr Aufmerksamkeit als die einfacheren Abschnitte unten. Genau dadurch gewinnt die Runde an Spannung. Man merkt hier deutlich, dass es nicht nur um Strecke, sondern um bewusstes Gehen im Gelände geht.
Am Krainsbergkogel zahlt sich der Aufstieg aus. Der Blick auf den Schliersee bringt den gesamten bisherigen Weg in Zusammenhang. Jetzt sieht man nicht nur einen Ausschnitt der Landschaft, sondern den See aus einer deutlich höheren Perspektive. Viele werden hier automatisch langsamer, weil der Ort eine echte Pause verdient.
Nach den Aussichtsmomenten wird die Tour wieder waldiger und bewegter. Die Bachüberquerung bringt einen kleinen Geländewechsel in die Runde. Es ist kein großer Programmpunkt, aber genau die Art von Stelle, die eine längere Wanderung lebendig hält. Wasser, Wald und wechselnder Untergrund sorgen dafür, dass der Weg nicht gleichförmig wird.
Die Linde von Breitenbach ist ein ruhiger, sehr präsenter Wegpunkt. Nach den bewegteren Abschnitten wirkt sie fast wie ein natürlicher Haltepunkt. Man muss hier nichts Großes tun – stehen bleiben und schauen reicht. Solche Orte geben der Tour Ruhe und eine eigene Tiefe.
In Westenhofen bekommt die Runde wieder mehr Struktur. Die Kirche St. Martin markiert einen klaren Ortsmoment nach Wald, Höhe und Landschaft. Hier kann man sich gut kurz sammeln, Wasser nachfüllen, falls möglich, und den weiteren Rückweg einordnen. Der Abschnitt zeigt, dass diese große Runde nicht nur Natur-, sondern auch Kulturlandschaft ist.
Die Bänke mit Blick auf den Schliersee sind einer der stärksten Pausenpunkte der Tour. Nach vielen Kilometern und mehreren Landschaftswechseln kommt der Blick genau richtig. Hier sitzt man nicht nur kurz, sondern lässt die Runde einmal wirklich wirken. Der See liegt wieder im Zentrum, diesmal aus einer ruhigeren Perspektive.
Die Gedenktafel bringt einen stillen Abschlussakzent in die Tour. Sie passt gut zu einer Runde, die nicht auf laute Einzelattraktionen setzt, sondern auf Wechsel, Ausdauer und Landschaft. Nach dem großen Seeblick wird der Weg wieder ruhiger. Von hier aus schließt sich die Runde zurück Richtung Neuhaus.
Der letzte Abschnitt führt die lange Runde wieder zurück zum Ausgangspunkt. Nach Anstieg, Höhenweg, Aussicht, Wald, Bach, Linde, Kirche und Seeblick fühlt sich der Weg vollständig an. Die Tour endet nicht mit einem großen Finale, sondern mit dem Gefühl, den Schliersee wirklich umrundet und von mehreren Seiten erlebt zu haben. Genau das macht sie zu einer der größeren Wanderungen im Paket.
