
Die Großglockner Hochalpenstraße gehört zu den eindrucksvollsten Alpenstraßen Europas und verbindet auf 48 Kilometern die Bundesländer Salzburg und Kärnten. Als hochalpines Erlebnis erschließt sie die mächtige Welt der Hohen Tauern und führt die Besucher bis tief hinein in den Nationalpark. Die Straße, die in den 1930er-Jahren erbaut wurde, windet sich in eleganten Kehren hinauf bis zum Hochtor auf 2.504 Metern – dem höchsten Punkt der Strecke – und bietet dabei eine nahezu ununterbrochene Abfolge spektakulärer Panoramen.
Besonders beeindruckend ist der Blick auf den majestätischen Großglockner, mit 3.798 Metern Österreichs höchsten Berg, sowie auf die Pasterze, den größten Gletscher des Landes. Entlang der Route laden zahlreiche Aussichtspunkte, Ausstellungen, Besucherzentren und kurze Wanderwege dazu ein, die Natur hautnah zu erleben. Die Begegnung mit Murmeltieren, die sich an manchen Stellen neugierig zeigen, gehört für viele Reisende zum unvergesslichen Höhepunkt.
Die Straße ist nicht nur bei Autofahrern beliebt, sondern auch bei Motorradfahrern und Radfahrern, die die besondere Herausforderung und die eindrucksvolle Landschaft schätzen. Mit jedem Höhenmeter verändert sich die Vegetation: Von sanften Almwiesen über dichte Lärchenwälder bis hin zu kargen Felslandschaften und ewigem Eis zeigt sich die gesamte Bandbreite alpiner Lebensräume.
Geöffnet ist die Großglockner Hochalpenstraße – abhängig von Schneelage und Wetter – meist von Anfang Mai bis Ende Oktober. Während dieser Zeit präsentiert sie sich jeden Tag in einem anderen Licht: vom ruhigen Morgennebel über klare Bergsonne bis zu dramatischen Wolkenstimmungen. Wer die Reise antritt, erlebt nicht nur eine Straße, sondern ein Stück österreichischer Geschichte, Ingenieurskunst und Naturkraft zugleich.